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Störgeräusch
Familiäre Dramen
Familiäre Dramen scheinen die Spezialität des Südtiroler Autors zu sein. Doch wurde man bisher vor allem mit der allgegenwärtigen Mutter und deren Sterben konfrontiert, so ist Martin Pichler in seinem neuen Roman etwas gelungen, das aufhorchen, manchmal den Atem anhalten lässt:
Die Familiengeschichte von Philipp, dem widerspenstigen schwulen Sohn von Franz und Margareth, wird so erzählt, dass auch die sexuelle Ebene der (inzwischen gestorbenen) Mutter, des (vorsichtig eine neue Liaison mit einer jüngeren Frau wagenden) Vaters sowie seiner Schwester Lea selbstverständliches Thema ist. - Störgeräusche also, wohin man hört: das nicht ausgeschaltete Handy, die Misstöne in der Beziehung, der lebensbedrohliche Herzfehler des Vaters und last but not least die ‚Stimme’ der Mutter, die allgegenwärtig scheint. Ich wage den Vergleich: ein würdiger Nachfolger von Leavitts "Verlorene Sprache der Kräne"!
Rolf G. Klaiber auf www.gaybooks.de
Markus Larcher, FF-Südtiroler Wochenmagazin
Werner Thuswaldner, APA
Markus Hildenbrand, Die Furche
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